Artikel

Zehn Jahre "Nachbarn helfen Nachbarn"

Vor zehn Jahren riefen wir unsere Stiftung „Nachbarn helfen Nachbarn“ ins Leben. Dank zahlreicher Spender konnten wir seitdem 173 Projekte unterstützen, die dafür sorgen, dass das Leben im Quartier für jedermann bunt, fröhlich – eben einfach lebenswert bleibt.

Laut Statistik leben derzeit 859 Millionäre in Hamburg. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen liegt bei guten 3.500 Euro. Im bundesdeutschen Vergleich wird Hamburg deshalb gern als reiche Stadt bezeichnet. Doch auch die Hansestadt hat Schulden. Bis 2011 kletterten sie auf 47,9 Milliarden Euro, weshalb der Senat auch schon vor Jahren öffentliche Fördermittel auf das Nötigste beschränkte.

Kleine und große Nöte
Die Folgen: Kleinen Projekten, Vereinen und Initiativen fehlte plötzlich Geld. Wie groß die Einschnitte dabei sind, ist an den Anträgen abzulesen, die wir im Laufe der Jahre erhielten. „Da bat die Freiwillige Feuerwehr um Zuschüsse, um mit Kindern auf Nachtwanderung zu gehen, Schulen konnten defekte Musikinstrumente nicht mehr ersetzen und Kindergärten keine neuen Bücher anschaffen“, zählt das Vorstandsteam Christel Weise, Monika Böhm und Klaus Weise Beispiele auf, für die unsere Stiftung die Finanzierung übernahm.

Dabei ging es manchmal gerade mal um 50 Euro, die fehlten. Doch selbst die hat die Stadt oft nicht mehr übrig. Für längerfristige Projekte sieht es entsprechend schlechter aus, selbst wenn diese vielleicht sogar echte Not lindern könnten. Wie im Kindergarten, der für seine Schützlinge ein regelmäßiges Frühstück anbieten wollte, weil viele Jungen und Mädchen morgens mit leeren Mägen erschienen. Oder im vom Stadtteilbüro Dulsberg betriebenen Seniorentreff, der bezuschusste Mittagessen anbot, weil vielen Besuchern ansonsten das Geld für eine warme Mahlzeit fehlte – obwohl sie ihr Lebtag hart gearbeitet haben.

Über 200.000 Euro für 173 Projekte
Aber egal, ob es sich um eine Dauerspende für den Sprachunterricht von Migrantinnen in Hamm und Horn handelt oder eine Finanzspritze für ein Boxtraining zur Gewaltprävention an Schulen: Damit das Leben und die Gemeinschaft in den Quartieren erhalten bleiben, sind immer mehr Initiatoren auf gemeinnützige Institutionen angewiesen. So wie auf unsere Stiftung „Nachbarn helfen Nachbarn“, die im Laufe der Jahre immer häufiger angefragt wird. Denn durch die regelmäßige Präsenz beim Hamburger Stiftungstag und vielen persönlichen Kontakten hat sich die Existenz der Stiftung inzwischen rumgesprochen. „Das ist auch gut so“, erklärt der Vorstand, „schließlich wollen wir das Geld nicht horten, sondern etwas Gutes damit tun.“

Bis zum 21. Juni dieses Jahres konnten wir das dank zahlreicher Spender exakt 173 Mal. Oder in harter Währung ausgedrückt: 223.240 Euro flossen in Projekte, die – wie es die Satzung vorschreibt – das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern, eine Hilfestellung für Senioren, Kinder oder Jugendliche leisten und/ oder zur Völkerverständigung beitragen.

Hilfe im eigenen Umfeld
Wobei das Besondere daran ist, dass das Geld nicht irgendwo eingesetzt wird. „Die Projekte müssen Menschen zu Gute kommen, die in den Stadtteilen leben, in denen unsere Genossenschaft Wohnungen besitzt“, unterstreicht der Vorstand. Der Name der Stiftung ist also wirklich Programm und Spender können sicher sein, dass ihr gutes Geld ausschließlich in ihrer direkten Umgebung Positives bewirkt.

Diese werden im Übrigen auch weiterhin dringend gebraucht. Wer dabei helfen möchte, den eigenen Stadtteil ein Stück lebenswerter und persönlicher zu gestalten, kann dies ganz einfach über eine Spende auf eins der folgenden Konten. Jeder Spender erhält selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

Spendenkonten der Stiftung
„Nachbarn helfen Nachbarn“


Konto Nr. 12 36 12 90 01
Hamburger Sparkasse
BLZ 200 505 50

Konto Nr. 19 1904 09
Hamburger Volksbank eG
BLZ 201 900 03

Zuständigkeitsfinder

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Öffnungszeiten

Mo. bis Do. 7:30 - 17:00 Uhr
Fr. 7:30 - 13:00 Uhr

Notdienstzentrale

Telefon (040) 345 110

Mo. bis Do. 17:00 - 7:30 Uhr
Fr. ab 13:00 bis Mo. 7:30 Uhr
An allen Feiertagen:
24 Stunden durchgehend

Mitglieder-Login