Artikel

Musik macht stark

Das kennt jeder: Im Radio läuft das Lieblingslied und die schlechte Laune ist verflogen. Musik kann aber noch mehr – das Selbstvertrauen stärken, die Kontaktfähigkeit steigern. Genau das sind die Ziele der musiktherapeutischen Angebote, die der Verein Zukunftsmusik Hamburg anbietet. Mit eindrucksvollen Ergebnissen, wie die von unserer Stiftung geförderten Projekte zeigen.

Zukunftsmusik Hamburg: Den meisten wird der Verein in erster Linie als Förderer junger Talente bekannt sein. 2011 gegründet, unterrichten die sieben Musiklehrer vornehmlich Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien in Gesang und verschiedenen Instrumenten und bieten ihnen mit selbst organisierten Konzerten die Chance, ihr Können einem größeren Publikum zu zeigen. Vor zwei Jahren hat der Verein sein Team um drei Therapeutinnen und eine Koordinatorin erweitert. Seitdem steht an verschiedenen Schulen in Hamburg auch Musiktherapie auf dem Stundenplan. Das klingt zwar zunächst nach harter Arbeit für die Schüler und wenig Spaß. Die ersten Erfolge stellen sich erfahrungsgemäß aber relativ schnell ein und die Ergebnisse sind beeindruckend.

Schönes Mittel zum Zweck
Das ist auch an den Ganztagsschulen Bernstorffstraße und Carsten-Rehder-Straße erneut zu sehen. Mit einer Spende unserer Stiftung „Nachbarn helfen Nachbarn“ in Höhe von 2.156 Euro konnten an beiden Schulen im vergangenen Schuljahr verschiedene musiktherapeutische Projekte angeboten werden, die den Kindern und Jugendlichen halfen sich zu öffnen, Probleme zu bewältigen und sie damit stärkten. An der Sprachheilschule Bernstorffstraße gelang das über einen allgemeinen Förderunterricht, an dem Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse teilnehmen konnten. An der Ganztagsschule Carsten-Rehder-Straße wurde eine Gruppe speziell für stille Jungen angeboten sowie Gesangsunterricht für Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren.

Bei allen Maßnahmen ist die Musik dabei mehr ein schönes Mittel zum Zweck. Im Vordergrund steht die Förderung der persönlichen Entwicklung. Rücksichtnahme, Regeln beachten und das Miteinander gehören dazu. Genauso aber auch wie beispielsweise bei der Jungen- Gruppe über musische Spiele ins Gespräch zu kommen oder beim Gesangsunterricht die Verbesserung der Körperwahrnehmung.

Wichtige Einzelförderung
Neben den Gruppenangeboten arbeiteten die Therapeutinnen an beiden Schulen auch mit einzelnen Schülern. Zum Teil über ein halbes Jahr lang musizieren die Teilnehmer allein, die Therapeutin übernimmt die Zuhörerrolle. So wird dem oft großen Bedürfnis nach „Gehört werden“ nachgekommen. Ist das ausreichend erfüllt, nehmen die Einzelschüler an den Gruppenangeboten teil. Den Zeitpunkt bestimmen sie allerdings selbst.

Egal, aber ob nun Einzel- oder Gruppenunterricht: Die Begeisterung ist bei allen Teilnehmern groß und am Ende des Schuljahres wurde einmal mehr deutlich – Musik ist und macht stark.

Zuständigkeitsfinder

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Öffnungszeiten

Mo. bis Do. 7:30 - 17:00 Uhr
Fr. 7:30 - 13:00 Uhr

Notdienstzentrale

Telefon (040) 345 110

Mo. bis Do. 17:00 - 7:30 Uhr
Fr. ab 13:00 bis Mo. 7:30 Uhr
An allen Feiertagen:
24 Stunden durchgehend

Mitglieder-Login