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Ein neuer Garten...

Erst einmal möchte ich uns kurz vorstellen. Wir sind eine Schule für Körperbehinderte in Farmsen. Unsere zwei Klassen sind in einer Zweigstelle untergebracht, da unsere Stammschule einfach viel zu klein ist. In die Klassen gehen jeweils sechs Schüler, die schwerst-mehrfach behindert sind. Die Schüler sind zurzeit zwischen 11 und 17 Jahre alt. Zu unserem Gebäude, in dem wir untergebracht sind, gehört ein großer Garten.

Schon lange sah dieser Garten überhaupt nicht mehr schön aus. Seit über 15 Jahren wurde der Garten nicht mehr gepflegt. Nachdem die Stadt Hamburg uns vor zwei Jahren auch noch eine wirklich nicht hübsche Feuertreppe in den Garten gebaut hat (obwohl man sich fragen sollte, ob so eine Feuertreppe bei zwölf Rollstuhlfahrern Sinn macht…), reichte es uns allen. Wir wollten unseren Garten verschönern. Daher passte es gut, dass in diesem Jahr unser Thema in der Projektwoche „Unsere Umwelt“ lautete. Doch für so ein großes Projekt fehlte uns das nötige Kleingeld. So kamen wir auf die Idee, die Stiftung der „1904“ um Unterstützung zu bitten. Und was soll ich sagen? Sie hat uns unterstützt. Und wie... 1.000 Euro hat sie uns zur Verfügung gestellt! Einfach toll! Und so konnten wir also loslegen. Da nun schon so viele Jahre nichts getan worden ist in dem Garten, mussten wir schon zwei Wochen vor unserer eigentlichen Projektwoche mit der Arbeit beginnen. Die Beete mussten vom Unkraut befreit werden – puh, was war das für eine Arbeit. Schön war es, als wir mit der richtigen Arbeit beginnen konnten. Dafür fuhren wir Erzieherinnen eines Nachmittags zur Gärtnerei Piepereit. Dort haben wir Unmengen an Pflanzen, Kräutern und Gemüsepflanzen eingekauft. Doch für einen schönen Garten braucht man ja noch mehr. Und so ging es dann auch noch in den Baumarkt, um Blumenerde, einen Gartenschlauch, zwei Gartentische und Arbeitshandschuhe zu kaufen. Ein paar Tage später wurden die Pflanzen dann geliefert und wir konnten loslegen. Unsere Tage begannen immer mit einem gemeinsamen Morgenkreis mit unseren Schülern und dann fing das Pflanzen an. Die Schüler staunten nicht schlecht über die plötzliche Blumenpracht bei uns. Auch das Wetter spielte mit. Wir hatten herrliches Sommerwetter. So hat die Arbeit gleich doppelt so viel Spaß gemacht.

Als alles eingepflanzt war, wurden auch noch die Steinfliesen und unsere Rollstuhlschaukel mit einem Hochdruckreiniger sauber gemacht. Das fanden die Schüler fast mit am schönsten. Über einen speziellen Schalter konnten sie den Hochdruckreiniger einschalten. Außerdem haben die Schüler in dieser Woche T-Shirts mit Blumenmustern bedruckt und ein Körbchen aus Bindfäden und Kleister gebastelt, in dem sie am Ende der Woche Sonnenblumen eingepflanzt haben. Schön ist es, dass wir aus unserer alten, nicht mehr genutzten Sandkiste ein Hochbeet gemacht haben. Nun haben wir ein eigenes Kräuter- und Gemüsebeet, aus dem wir noch lange Nutzen ziehen können. Denn einmal in der Woche wird mit den Schülern gemeinsam gekocht und es ist toll, im eigenen Garten „einkaufen gehen“ zu können.

Am letzten Tag haben wir alle Eltern zu einem Grillfest eingeladen. Alle Besucher waren erstaunt, was wir alles geschafft haben und freuten sich gemeinsam mit uns über unser neugewonnenes Paradies. Die Schüler fühlen sich sehr wohl in der farbenfrohen Umgebung und genießen die Schultage nun am liebsten im Garten!

Ohne die Unterstützung der Stiftung der „1904“ wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen! Vielen Dank!

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