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Gratis-WLAN im Altonaer Kinderkrankenhaus

Hätte unsere Stiftung eine Facebook-Seite, könnten wir derzeit wohl besonders viele junge Fans dazugewinnen. Denn mit einer Spende in Höhe 6.270 Euro unterstützten wir das Altonaer Kinderkrankenhaus vergangenes Jahr bei der Idee, ein kostenloses WLAN-Netz für die jungen Patienten aufzubauen. Dieses steht inzwischen und so erhielten wir jetzt jede Menge – verbale – „Gefällt mir“-Klicks.

Wer einmal im Krankenhaus gelegen hat, kennt das: Die Zeit zieht sich wie Kaugummi. Die einzigen Highlights bilden Besuche von Familie und Freunden sowie die Mahlzeiten. Dazwischen stehen meist fernsehen, lesen, Musik hören und Kreuzworträtsel auf dem Programm – und das im Zeitalter von Internet, Notebooks und Tablet- Computern. Im Krankenhaus ist diese Technik aber selten zu sehen, in erster Linie aus zwei Gründen: „Das normale Funknetz kann medizinische Geräte stören“, erklärt Dr. Rainer Süßenguth, „außerdem ist die Nutzung in aller Regel so teuer, dass sich das viele Patienten nicht leisten können oder wollen.“ Das Altonaer Kinderkrankenhaus sieht aber durchgehend Vorteile in der multimedialen Welt. „Die meisten Jugendlichen, oft aber auch schon Kinder, kommunizieren heute über Facebook und andere soziale Netzwerke mit ihren Freunden und mit ihrer Familie“, führt der Kinderarzt und Leiter der Fördererbetreuung an. „Haben sie im Krankenhaus dazu keine Gelegenheit, sind sie von dieser Welt wortwörtlich abgeschnitten.“

Das erzeugt zusätzlichen Stress. Der Trost und Zuspruch von Freunden und Familie sowie die Einbindung in den Alltag können dagegen wie eine Wunderpille wirken. Wie zahlreiche Studien aus den USA zeigen, können soziale Kontakte sogar das Immunsystem stärken. Genau deshalb setzte sich das Altonaer Krankenhaus dafür ein, im gesamten Klinikum ein WLAN-Netz einzurichten, das die jungen Patienten kostenlos nutzen können. Keine einfache Aufgabe, wie sich zeigte. Zwar gibt es viele Anbieter auf dem Markt, aber nur wenige bieten auch tatsächlich ein Netz, das mit den medizinischen Geräten kompatibel ist und darüber hinaus einen Schutz vor missbräuchlicher Nutzung bietet. Letztlich wirkt sich das auch auf den Preis aus. Für die geringen Kosten, wie wir sie aus dem Privathaushalt kennen, sind diese Netze jedenfalls nicht zu haben. 10.500 Euro kostete die Installation, die unsere Stiftung mit einem Betrag in Höhe von rund 6.270 Euro sehr gern unterstützte. Denn das WLANAngebot bietet schließlich noch einen weiteren Vorteil: „Wir haben hier auch Patienten, die einige Wochen bleiben müssen“, erklärt Dr. Rainer Süßenguth. Darunter können auch die schulischen Leistungen leiden. „Über das Internet können sie aber mit ihren Lehrern und Mitschülern Kontakt halten und auf sehr einfache Art ihre Hausaufgaben erledigen.“ Darauf durfte Katrin Arbingers Sohn verzichten. Der 14-Jährige musste glücklicherweise nur wenige Tage stationär aufgenommen werden. Vom kostenlosen WLAN waren aber dennoch beide schwer begeistert. „Das ist einfach ganz toll, dass es das hier gibt“, sagt sie, „schließlich bietet das Internet alles, was Jugendliche interessiert.“ Vor allem aber ermöglicht es den steten Kontakt und Austausch mit den Freunden. „Das ist besonders wichtig, denn so fühlt er sich nicht ganz so aus seiner Welt herausgerissen.“

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