Je früher, desto besser!

Servicewohnanlage in Wandsbek
Servicewohnanlage in Farmsen

Hand auf’s Herz: Haben Sie sich einmal Gedanken gemacht, wie Sie im Alter leben möchten? Und: Wann diese Lebensphase eigentlich beginnt? Silke und Werner Müller hatten immer recht konkrete Vorstellungen und sind in unsere Servicewohnanlage „Am Mühlenteich“ gezogen. Da waren sie Anfang 60. Zu früh? Nein, sagt das Paar: „Je früher, desto besser!“

67 Quadratmeter, Küche, Bad, Balkon: Im Prinzip unterscheidet sich die Wohnung der Müllers nicht von anderen Zwei-Zimmer-Wohnungen in unserem Bestand. Bis auf ein paar – für sie überzeugende – Details. „Unser Badezimmer ist acht Quadratmeter groß, die Dusche 1,20 mal 1,20 und ebenerdig“, zählt Werner Müller auf. Unterm Dach der Wohnanlage ist eine Caféteria eingerichtet, im Keller ein Kiosk, Fitnessraum, Friseur. „Und dazu haben wir noch einen Service-Leiter, der sich um alles kümmert.“

Seit elf Jahren leben Silke und Werner Müller in unserer Servicewohnanlage in Wandsbek und machen immer wieder die gleiche Erfahrung. Wenn sie von ihrem Zuhause erzählen, sind ihre Zuhörer sofort Feuer und Flamme. Bis sie an einen bestimmten Punkt kommen: Der Altersdurchschnitt liegt hier aktuell bei 83,5 Jahren; die jüngsten Bewohner sind Anfang 60.

„Dann denken die meisten sofort an ein Pflege- oder Altersheim“, erzählt Werner Müller und schüttelt den Kopf. „Dabei ist das noch nicht einmal mit betreutem Wohnen zu vergleichen.“ Hausnotruf, ambulante Pflege, Menüdienst: Das gibt es natürlich auch in unserer Servicewohnanlage – allerdings nur auf Wunsch und bei Bedarf. Gleiches gilt für Ausflüge, Grillabende, Tanztees und Bingo-Nachmittage. „Wer Lust hat, macht mit. Wer keine Lust hat, lässt es“, so Werner Müller, „man wird hier nicht die ganze Zeit betüddelt!“

Genau das ist es, was Hannelore Krampitz gefällt. „Ich habe meine eigene Wohnung, genauso aber auch eine sehr nette Gemeinschaft.“ Also eigentlich alles, was man sich wünscht – gleich welchen Alters. Dennoch war ein Teil ihres Umfelds „regelrecht entsetzt“ als sie 2013 hier einzog. Denn Jahrgang 1952, zählt sie zu den Küken des Hauses „und das fanden einige Bekannte zu jung“. Werner Müller ist überzeugt, dass nur eins dahinter stecken kann: „Die meisten wollen sich einfach nicht mit dem Alter beschäftigen.“

Nun, Hannelore Krampitz gehört eindeutig nicht dazu. Sie hat sich den Schritt sehr gut und lange überlegt. „Ich wohnte vorher unterm ‚Dachjuchhe’ – ohne Aufzug.“ Das war 30 Jahre lang sehr schön. Als die Rente immer näher rückte, fragte sie sich aber nicht nur, wie lange sie ihre Wohnung noch genießen könnte. „Man darf auch nicht vergessen: Wenn man älter wird, fällt es zunehmend schwerer, auf andere Menschen zuzugehen.“ Deshalb wollte sie lieber früher als später umziehen.

Wobei: Das „lieber früher als später“ ist einfach gesagt. Die Wartezeit in unseren Servicewohnanlagen „Am Mühlenteich“ in Wandsbek und „Berner Au“ in Farmsen kann mehrere Jahre betragen. Schon allein deshalb sollten sich interessierte Mitglieder möglichst frühzeitig melden. „Die Wartezeit ist aber nicht der einzige Grund“, führt Margit Kruse ein fast noch wichtigeres Argument ins Feld. „Je früher man sich mit dem Thema beschäftigt, desto leichter fällt einem später der Umzug.“

Die Service-Leiterin unserer Wohnanlage „Berner Au“ hat zwar noch nicht viele Wechsel bei uns erlebt. Immerhin wurde das Haus in Farmsen erst vor rund 3,5 Jahren bezugsfertig. Aus ihrer langjährigen Erfahrung bei der ELIM-Diakonie weiß sie aber, dass ein Umzug im hohen Alter nicht nur körperlich Kraft kostet. „Angebote für solche Wohnungen kommen sehr kurzfristig. Mit 80 oder 90 kann das problematisch werden, weil sich viele gar nicht mehr so schnell entscheiden können.“

Ihr Kollege in Wandsbek kann ihr da nur voll zustimmen: „Es ist ein seelischer Kraftakt“, sagt Rüdiger Georg, „den 60- und 70-Jährige in aller Regel deutlich leichter verarbeiten.“ Übrigens auch, weil sie sich eine Aufgabe suchen. Zum Beispiel in der Caféteria helfen, einen Grillabend organisieren oder für die erkrankte Nachbarin den Einkauf mit erledigen. Das hilft persönlich, aber auch der gesamten Gemeinschaft. Denn ohne die vielen Freiwilligen könnten einige Veranstaltungen gar nicht stattfinden. „Wir brauchen die Jungen“, bekräftigt Rüdiger Georg. „Und Jung ist man bei uns mit 70!“

Wohnen mit Extra-Service

Selbstständiges und selbstbestimmtes Wohnen bis ins hohe Alter: Nach diesem Konzept haben wir unsere Servicewohnanlagen „Am Mühlenteich“ in Wandsbek und „Berner Au“ in Farmsen gebaut. Beide liegen sehr ruhig und dennoch zentral. Die Häuser sind mit Aufzügen ausgestattet, die Wohnungen mit Einbauküchen, schwellenlosen Duschbädern, Balkonen bzw. Terrassen. Darüber hinaus bieten wir dort Gemeinschaftsräume, ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm und Gästewohnungen. In Kooperation mit der ELIM-Diakonie haben wir in den Wohnanlagen zudem ein Servicebüro eingerichtet. Die Servicewohnanlage „Am Mühlenteich“ verfügt über 97 Wohnungen, die Servicewohnanlage „Berner Au“ über 67 Wohnungen. Alle Wohnungen sind aktuell vermietet, interessierte Mitglieder nehmen wir aber gern auf unsere Warteliste auf.

Weitere Informationen finden Sie im Bereich Servicewohnen.

Zuständigkeitsfinder

Ihr persönlicher Ansprechpartner

Öffnungszeiten

Mo. bis Do. 7:30 - 17:00 Uhr
Fr. 7:30 - 13:00 Uhr

Notdienstzentrale

Telefon (040) 345 110

Mo. bis Do. 17:00 - 7:30 Uhr
Fr. ab 13:00 bis Mo. 7:30 Uhr
An allen Feiertagen:
24 Stunden durchgehend

Mitglieder-Login