Gartenlaube für Garten-Kinder

Kinder gehören nicht ins Haus! Davon ist das Kinderhaus Alter Teichweg überzeugt und so spielt sich der Kindergarten-Alltag hauptsächlich im Freien ab. Dennoch suchte der Verein im Sommer Spender für eine Gartenlaube. Inzwischen steht das Häuschen sogar. Denn: Zum 110. Jubiläum unserer „1904“ erhielten sie 10.000 Euro – je zur Hälfte gesponsert von unserer Stiftung und unserer Genossenschaft.

Eine Wohnungsgenossenschaft, die für ein Häuschen spendet – naheliegender geht es kaum. „Das ist aber nur ein netter Randaspekt“, sagt der Stiftungsvorstandsvorsitzende Klaus Weise, „viel wichtiger ist das Projekt, das dahinter steckt.“ Und das begeisterte das „1904“-Vorstandsduo und den Vorstand unserer Stiftung „Nachbarn helfen Nachbarn“ dermaßen, dass sie sich entschieden, die Jubiläumsspende komplett dem Verein zukommen zu lassen.

Respekt, Geborgenheit, soziales Miteinander und die Unterstützung der Selbstständigkeit und Eigenaktivitäten: Im pädagogischen Selbstverständnis gleicht das Kinderhaus vielen anderen Tagesstätten. In einem anderen Punkt unterscheidet es sich jedoch wesentlich. Gegründet von einer Mitarbeiterinneninitiative, unterhält der eingetragene Verein ausschließlich ein Kinderhaus in Selbstverwaltung. Bürokratische Hürden, lange Entscheidungswege: All das ist nicht gegeben, stattdessen die Freiheit, das Konzept bei Bedarf anzupassen oder zu erweitern.

So geschehen vor wenigen Monaten erst: Von Beginn an stehen viel Bewegung und Ausflüge auf der Tagesordnung. Jetzt können sich die 35 Kinder aber nicht nur am Elbstrand, im Stadtpark oder Schwimmbad austoben. Seit Mai darf die Gruppe einen Kleingarten ihr Eigen nennen, womit die Aktivitätenliste um ein für Stadtkinder eher seltenes Projekt erweitert wurde. Denn der Schrebergarten erfüllt gleich zwei Funktionen: Hier können die Ein- bis Sechsjährigen Abstand von der hektischen Großstadt finden, gleichfalls aber auch viel über gesunde Ernährung lernen – und vor allem, wo diese herkommt. So heißen dort die Spielgeräte Schaufel und Harke und ihr Spielplatz sieht jedes Mal anders aus, wenn sie ihn besuchen. An einer Stelle wachsen Kräuter, an einer anderen Gemüse und unter den Obstbäumen und Sträuchern gibt es Schatten und je nach Jahreszeit auch etwas zum Naschen.

Eine klasse Idee, die den Kindergarten allerdings in Zugzwang brachte. Laut vereinsinterner Vorschriften des Kleingartenverbands ist jeder Pächter dazu verpflichtet, eine Gartenlaube aufzustellen, soweit noch keine vorhanden ist. Genau diese fehlte auf der Parzelle und der Tagesstätte das Geld für die Anschaffung. Mit der Jubiläumsspende konnten wir nun die Finanzierung sichern und gleichfalls einer Kündigung des Pachtvertrags zuvor kommen. Und wer weiß: Vielleicht gibt’s beim nächsten internationalen Sommerfest – die Eltern der Kinder kommen aus 15 verschiedenen Ländern – Köstlichkeiten aus eigenem Anbau.

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