1.000 neue Rotbuchen in Meiendorf

Typisch Hamburger Herbsttage laden nicht gerade zu einem Ausflug in die Natur ein. Die Siebtklässler der Heinrich-Hertz- Schule und der Flachslandschule schreckt das aber nicht ab. Im Gegenteil: Mit Feuereifer halfen sie uns am 16. November 1.000 Rotbuchen zu pflanzen.

Trüber Himmel, durchweichter Boden und immer wieder Nieselregen: Es war wirklich nicht der schönste Tag, den wir da ausgesucht hatten. Die Motivation war dennoch ungebrochen. Egal, wo man auch hinschaute – unermüdlich wurden auf dem Grundstück in der Eulenkrugstraße Löcher ausgehoben und Fußball große Wurzelballen eingegraben. So lange, bis auch die letzte Rotbuche ihren Platz gefunden hatte. Das ging schneller als gedacht, was auch am Verein Trinkwasserwald lag, der uns bei dieser Aktion mit Rat und Tat unterstützte. Anschaulich erklärten die Mitglieder, welche wichtige Funktion Bäume erfüllen und welche Auswirkungen sie auf das Trinkwasservorkommen haben.

Für Thomas Ritzenhoff ein Tag, der ruhig Schule machen könnte. „Kinder in der Stadt haben heute kaum noch Gelegenheit, Natur zu erleben“, führte der Wandsbeker Bezirksamtschef an. „Deshalb sind solche Aktionen sehr wichtig, weil sie das Bewusstsein für die Umwelt wecken.“ Genau das steckte letztlich auch hinter der Idee, die ursprünglich mit dem Gegenteil begann: In 2011 mussten wir über 100 Bäume auf einem Grundstück in Rahlstedt fällen, auf dem wir gemeinsam mit der Hamburg-Rahlstedter Baugenossenschaft (HARABAU) eine neue Wohnanlage errichten wollen. „Dafür mussten wir der Stadt einen Ausgleich in Höhe von 55.000 Euro zahlen“, erklärte Vorstandsmitglied Klaus Weise. Auf irgendeinem Konto sollte das Geld aber nicht landen. „Wir bestanden darauf, dass ein Teil der Mittel für Neupflanzungen ausgegeben wird.“ Thomas Ritzenhoff ließ sich gern darauf ein und so flossen 6.000 Euro in den neuen Trinkwasserwald, der redlich seinen Namen verdient hat: Denn die 1.000 Rotbuchen sorgen jetzt jährlich für 100.000 Liter mehr Grundwasser. Eine tolle Idee und ein tolles Engagement der Kinder der beiden Schulen.

Fotos: Reimo Schaaf

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